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SHOPPEN SHOPPEN SHOPPEN - was dann?

  • Shanay Nazim
  • 2. März 2016
  • 2 Min. Lesezeit

Wir kaufen immer mehr ein, konsumieren immer mehr und werfen schneller mal etwas weg. Doch was passiert dann mit diesen Kleidern? Wir entsorgen es in einem TEXAID Sack und werfen es in einen Container. Das heisst also, gebrauchte Textilien werden in Containern, mittels Strassensammlung oder in ausgewählten Textilfachgeschäften gesammelt. Die von uns entsorgten Kleider werden sortiert und verwertet. Jährlich erhält TEXAID 75'000 Tonnen Altkleidung, Schuhe und Haushaltstextilien. Mit einer Recyclingquote von ungefähr 95% trägt TEXAID zu einer nachhaltigen Nutzung bei. Seconhand-Kleider aus Baumwolle mit grösseren Beschädigungen werden zu Putzlappen verarbeitet und schliesslich verkauft. Teilweise werden diese beschädigten Stoffe als Recyclingwolle in Decken oder auch in neuer Kleidung verwendet.

Nun wollen auch Modegeschäfte wie zum Beispiel H&M und Schild gebrauchte Bekleidung entgegennehmen. Dies unter dem Vorwand etwas Gutes für die Umwelt zu tun. Bei der Abgabe eines Kleidersacks erhält man ein Gutschein für CHF 5.- von H&M und CHF 10.- von Schild. Mit dieser Aktion wird jedoch der Kunde zum Kauf von neuer Kleidung animiert. Für die neuen Kleider muss Platz geschaffen werden und so wirft man wieder Kleidung weg. So kommt der Kreislauf in Gang, welches meiner Meinung nach nicht nachhaltig ist und nicht zum Umweltschutz beiträgt. Somit wird teilweise nur das Gewissen, jedoch nicht die Umwelt entlastet.

Das Prinzip ist immer ähnlich, egal wo man die Kleider abgibt. Ein Teil wird recycelt, ein Teil wird zu Putzlappen verarbeitet und ein Teil (tragbare Altkleidung) wird an Händler z.B. in Osteuropa oder Afrika verkauft. Diese Händler vertreiben diese Waren dann in Second Hand Läden und verdienen dadurch Geld. Dies beglückt die einheimischen Textilproduzenten nur sehr bedingt. Es ist eine direkte Konkurrenz für einheimische Läden.

TEXAID generierte 2011 knapp drei Millionen Franken Gewinn. Die Haushalte sparten Entsorgungsgebühren von bis zu 12 Millionen Franken. Hilfswerke erhielten eine Vergütung des Gewinns von TEXAID und Zwischenhändler, Wäschereien sowie Schneidereien in Entwicklungsländer erhielten dadurch eine Beschäftigung.

Meiner Meinung nach ist die beste und effektivste Lösung diese Kleider selber an bedürftige Menschen weiterzugeben zum Beispiel wenn man in den Ferien ist oder auch an Bedürftige in Heimen. Auch gut ist die Alternative von Caritas Schweiz. Caritas verschenkt jährlich hunderte Tonnen Kleider über Partnerorganisationen im Ausland oder gibt die Waren in Kleiderhilfeläden an Bedürftige in der Schweiz weiter. Der Erlös kommt sozialen Unterstützungsprojekten zugute.

Verwendete und interessante Quellen:

http://www.texaid.ch/de/produkte-leistungen/uebersicht.html

https://www.schild.ch/unternehmen/soziale-verantwortung/texaid

http://www.nzz.ch/schweiz/sammeln-fuer-einen-guten-verkauf-1.17907925

http://www.20min.ch/finance/news/story/21045714

http://www2.hm.com/de_ch/index.html

 
 
 
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