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Leben ohne Plastik

  • Rahel Schneider
  • 4. März 2016
  • 2 Min. Lesezeit

Es ist erschreckend, dass immer mehr Natur- und Tiersendungen darauf hinweisen, wie Plastik Leben zerstören kann. Erst neulich habe ich wieder einen Dokumentarfilm gesehen, wie Meerestiere aufgrund nicht abbaubarem Plastik sterben müssen. Eigentlich ist es eine bekannte Tatsache, dass der Plastikverbrauch jährlich steigt. Neuste Statistiken zeigen, dass weltweit über 240 Millionen Tonnen Plastikabfälle pro Jahr anfallen. Davon landen nicht wenige im Meer, wo sich über die Jahre tatsächlich mehr als 100 Millionen Tonnen angesammelt haben. Nun stell ich mir immer öfters die Fragen: Wenn wir schon alle wissen, dass Plastik Natur und Tiere sterben lässt, warum tun wir nichts dagegen? Ist ein Leben ohne Plastik überhaupt möglich?

Meine Antwort erhielt ich letzte Woche in der allseits beliebten Tageszeitung 20 Minuten. Tatsächlich gibt es immer mehr Menschen, die versuchen ohne Plastik zu leben. So auch die Familie Bunk aus München. Statt im Supermarkt einzukaufen, wo alles wunderbar in Plastik verpackt ist, kaufen sie nur noch frische Produkte auf dem Markt oder in der Metzgerei, wo sie sich alles in Metallboxen packen lassen (“Der Boxen-Trick“). Dabei falle nicht nur weniger Müll an, sie sparen seither auch ein kleines Vermögen beim Kauf ihrer Produkte.

Gute Idee… oder? Würde man meinen. Tatsächlich habe ich es letzten Samstag auf dem wöchentlichen Markt in Solothurn auch ausprobiert. Für das Menü, welches ich Samstagabend zubereiten wollte, brauchte ich ein wenig Gemüse, Pasta sowie Gehacktes Rindfleisch. Als ich am Gemüsestand der Gemüsefrau meine Box (Sorry… Meine ist aus Plastik) entgegenhielt, benötigte es eine 10-minütige Debatte, weshalb ich mein Gemüse in dieser Box und nicht in der Plastiktasche haben möchte. Beim Metzger hatte ich keine Chance der Verkäuferin auszureden, dass sie mir das Fleisch doch nicht in Plastikfolie einpacken soll... dass sei nicht nur hygienischer, sondern auch Vorschrift. Tatsächlich musste ich feststellen, dass ich im LIDL, COOP, oder wo auch immer, die Hälfte des Preises bezahlt hätte. Und wo sollte ich nun Pasta ohne Plastikverpackung kaufen? Keine Ahnung… Ich müsste wohl den Teig selber machen, wofür ich aber nun wirklich keine Zeit hatte.

Ich weiss nicht ob die Schweiz noch nicht so weit fortgeschritten ist oder ob ich nicht fähig bin nachhaltiger zu leben. Ein Lebensstil ohne Plastik ist auf jeden Fall vorbildlich, jedoch auch kosten- und zeitintensiv. Respekt für jene, die es schaffen nachhaltig zu leben und dem Plastik abzuschwören.

Links zum Thema:

http://www.20min.ch/finance/news/story/Familie-Bunk-lebt-ohne-Plastik-27963424

http://www.plasticskills.com/htcms/de/plastik---die-fakten.html

https://www.youtube.com/watch?v=8X9q8XkXupw

 
 
 
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