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Olympische Spiele in Helvetien?

  • Nils Kohler
  • 10. März 2016
  • 2 Min. Lesezeit

Olympische Spiele. Allein der Gedanken, an olympischen Spielen dabei zu sein, lässt das Herz eines jeden Sportlers höher schlagen. Es locken Ruhm, Reichtum (oder lukrativere Sponsorenverträge) und eine wahnsinnige Ambiance, in welcher jeder Athlet eintauchen möchte. Allein die Möglichkeit im Athletendorf zu Hausen, die Aufmerksamkeit von tausenden von Journalisten (in London 2012 berichteten 30'000 Journalisten vor Ort in alle Welt) zu haben und sich als Souvenir eine der begehrten Medaillen nach Hause zu nehmen, spornt jeden Teilnehmer zu Höchstleistungen an.

So schön, klingen die Sommer- und Wintermärchen der Sportler, als wären sie der Feder der Gebrüder Grimm entsprungen. Jedoch finden sich ebenso viele Austragungsländer im Ofen der bösen Hexe wieder. Die böse Hexe, unter dem Namen "Madame durable" (was auf Deutsch so viel wie "Frau Nachhaltigkeit" bedeutet) bekannt, spielt denn auch eine wichtige Rolle in unserer Geschichte.

Wir befinden uns im Jahre 2013. Ganz Helvetien ist mit dem Gedanken der olympischen Spiele im eigenen Land besetzt... Ganz Helvetien? Nein! ein von unbeugsamen Bündnern bevölkerter Kanton hört nicht auf, dem Gedanken Widerstand zu leisten. Wenn ihr euch nun fragt, wie das denn möglich ist, so müsst ihr Wissen, die Bewohner von Graubünden hatten ein Geheimnis. Kennt ihr noch Madame durable? Die vermeintlich böse Hexe? - Genau sie ist für den erfolgreichen Widerstand verantwortlich. Gemeinsam mit Silva Semadeni, der Druidin der Bündner, hat sie eine Zauberformel entwickelt. Dank dieser Zauberformel war es den Eindringlingen nicht möglich, die Idee einer Olympia Kandidatur auf Bündner Boden umzusetzen. Obschon die Zauberformel sehr geheim ist, möchte ich sie, im vertrauten Rahmen des Internets, mit euch teilen.

Die Formel enthält einen Schuss Ökonomie, eine Prise Ökologie und zu guter Letzt einen Teelöffel Gesellschaft. Braut man diese drei Zutaten zusammen, entsteht eine Formel, mit welcher die Bündner jeder feindlichen Übernahme gefeit sind. Die Formel trägt den Namen: Nachhaltigkeit. Diese Formel, welcher sich zahlreiche Bündner bedienten, hat denn auch zum Sieg über die Helvetier geführt. Der Sieg wurde jedoch zweigeteilt wahrgenommen. Die Einen waren wütend und die anderen überglücklich. Zu den glücklichen Figuren der Geschichte gehörte die Hexe Madame durable. So lief sie strahlend in den Sonnenuntergang um sich vor der nächsten Geschichte auszuruhen. Und wenn sie nicht gestorben ist. So lebt sie noch heute...

Hoffentlich! Denn morgen, Freitag, wird im Sportparlament von Swiss Olympic über eben diese Idee der olympischen Spiele diskutiert. Scheinbar haben die zahlreichen Argumente des "Olympia-Nein"-Komitees nicht gereicht um den Gedanken einer Olympia-Kandidatur auf Eis zu legen. Die Argumente der Kostenexplosion, Schuldenfalle, Umweltzerstörung, Bau eines Infrastrukturwahnsinns, kein gesellschaftlicher Nutzen etc. schienen nicht gefruchtet zu haben. So scheint es, als müsste Madame durable nun wieder den Ofen einheizen um zu zeigen, dass man sich dort definitiv die Finger verbrennen kann. Vielleicht bringt sie dann auch noch die Asche von Sotschi zum Vorschein, die vor etwas mehr als zwei Jahren frisch hinzugekommen ist.

Nichts desto trotz, der Traum von olympischen Spielen à la Lillehammer in der Schweiz bleibt bestehen. Und genau dieser Traum, wird das Katapult der Befürworter für eine erneute Olympia-Kandidatur sein. So lasset die Spiele beginnen...

Links zum Thema:

http://www.nzz.ch/sport/spitzensport-aber-wie/die-olympische-sinnfrage-1.18708828

http://www.nzz.ch/schweiz/in-graubuenden-zuengelt-eine-neue-olympia-flamme-1.18636190

http://www.olympia-nein.ch/wAssets/docs/Download/Argumentarium-gegen-OWS.pdf

 
 
 
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