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Musik, Alkohol, Sonnencreme & Abfall

  • Shanay Nazim
  • 24. März 2016
  • 2 Min. Lesezeit

Musik-Festivals unter freiem Himmel (Open Airs) gehören seit mehr als 50 Jahre zur Jugendkultur. Wie jede grosse Veranstaltung hinterlässt auch ein Open Air ein Abfallberg, denn wo Hundertausende zusammenkommen, werden auch Hunderte von Tonnen Abfall hinterlassen.

Das bekannte Open Air Frauenfeld sorgt nicht nur für Spass, Party und gute Laune, sondern hinterlässt jeweils auch einen Abfallschock. Viele verkaterte Jugendliche hinterlassen nach dem Festival ihren Abfall wie zum Beispiel, Zelte, Campingstühle, Liegematten, Bierdosen, Gummistiefeln etc. auf dem Festival-Areal. Viele verteidigen dieses falsche Benehmen mit der Begründung, dass sie mit den hohen Eintrittspreisen auch für die Entsorgung bezahlt haben. Diese Begründung ist so natürlich nicht ausreichend. Eine weitere Begründung für die liegengebliebenen Zelte ist, dass viele importierte Billig-Zelte kaufen, die sie dann nicht mehr brauchen können. Dieses Problem löst das Open-Air-Festival in St.Gallen, indem sie ein Zelt-Depot von Fr. 20.- eingeführt haben. So erhält jeder, der seine Sachen wieder mitnimmt Fr. 20.-. Es wurden bei der letzten Ausführung jedoch trotzdem 3000 Zelte und einige kaputte Ausrüstungen auf dem Festival-Areal liegen gelassen.

Frauenfeld-Festivial-Areal

Ein gutes Beispiel für ein nachhaltiges Festival ist das Paléo Festival in Nyon. Das Paléo Festival bietet zusammen mit den öffentlichen Verkehrsmittel spezielle Veloparkplätze und ÖV-Möglichkeiten an. Zudem wird der Abfall getrennt und nur 100% grüne Energie konsumiert. Das Wasser wird gespart und an Imbissständen oder in Restaurants werden Schweizer Produkte verwendet.

Auch ein Vorbild ist das Gurten Festival. Das Gurten Festival hat letztes Jahr kaum Abfall hinterlassen und das Festivalgelände wurde fast wie frisch gefegt hinterlassen. Das erfreut natürlich alle, ausser die Plünderer, für die es nichts mehr zu holen gibt. Der Mediensprecher, Simon Haldemann begründet das mit einer simplen Gedanke: „In einem sauberen Wohnzimmer macht man automatisch weniger Dreck. Die Idee dahinter ist, dass die Besucher weniger Abfall verursachen, wenn fast kein Müll auf dem Boden herumliegt. Ausserdem wurden viele Abfalltrennbehälter aufgestellt und die Besucher in der Sleeping-Zone erhielten einen Abfallsack. Bei gefüllten Abfallsäcken wurde man mit einem T-Shirt oder Gurten-Humpen belohnt.

Ein leer und sauber aufgeräumtes Festival-Gelände ist wahrscheinlich unrealistisch, da immer etwas liegen bleibt. Zudem spielt der Faktor Wetter auch eine Rolle, denn bei Regenwetter wird tendenziell mehr Abfall liegen gelassen als bei schönem Wetter. Es ist aber sehr wichtig für die Umwelt, die Veranstalter und die Anwohnern, dass die Festival-Besucher bezüglich dieses Themas sensibilisiert werden. Zudem ist es eine Aufgabe der Veranstalter, so viele Massnahmen wie möglich zu ergreifen, damit wenig Abfall liegen gelassen wird. Die grösste Verantwortung tragen jedoch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, denn wer gut feiern kann und viel Abfall verursacht, kann hinterher schliesslich auch aufräumen.

Quellen:

- http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/muell-als-ausdruck-des-jugendlichen-protestes-1.18345776

- http://yeah.paleo.ch/de/page/umwelt

-http://www.20min.ch/schweiz/bern/story/27984174

 
 
 
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