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Das Aus für die Gratis-Plastiksäckchen

  • Lorraine Kalbermatter
  • 30. März 2017
  • 2 Min. Lesezeit

Wer kennt dies nicht? Vor dem Nach-Hause-gehen holt man sich noch 2-3 Sachen aus dem Supermarkt und an der Kasse wird einem bewusst, dass man keine Tüte mit sich hat oder in der Tasche, die man dabei hat, nicht mehr genügend Platz vorhanden ist, um die eingekauften Waren nach Hause zu transportieren.

Als ich mir eines Tages im Coop noch schnell ein Brot, einen Liter Milch sowie ein paar Bananen holte, erging es mir genau so wie oben beschrieben. Vergeblich suchte ich am Ende des Förderbands nach den kleinen, weissen Coop-Plastik-Säckli. Somit sprach ich die Kassiererin darauf an, denn zuerst dachte ich, dass die Plastiksäcke wohl alle sind und sie nur neue hinlegen müsste. Sie teilte mir dann mit, dass ich gerne einen haben könne, dies aber zusätzliche Kosten von 5 Rappen verursachen würde. Zuerst dachte ich, ich höre nicht richtig. Da ich nicht wusste wie ich die drei Lebensmittel anders nach Hause tragen sollte, willigte ich ein und lies mir von der Kassiererin einen kostenpflichtigen Coop-Plastiksack mitgeben. Nach diesem Einkaufsbesuch folgten diverse weitere Einkäufe, bei denen ich immer wieder auf die Zusatzgebühr hingewiesen wurde, wenn ich eine Plastiktasche verlangte. Migros und Tchibo sind hier nur zwei weitere Beispiele unter vielen.

Eine Einweg-Plastiktasche wird durchschnittlich nur 25 Minuten verwendet, danach landet sie meistens im Müll. Der globale Verbrauch an Plastiktüten wird auf 1 Billion pro Jahr geschätzt.

Aufgrund dieser Fakten, ringen sich Politiker sowie Interessengemeinschaften bereits seit einigen Jahren um ein Verbot für Gratis-Plastiksäckchen – ausser sie sind in direktem Kontakt zu Lebensmitteln (Gemüse, Früchte etc.). Diesem Verbot stimmte das Parlament zu, daher wird seit Ende 2012 über die Umsetzung diskutiert. Coop führte am 24. Oktober 2016 vorerst bei zehn Verkaufsstellen in der Stadt Zürich eine Abgabe von 5 Rappen pro Plastiksack ein, diese Kostenpflicht soll bis im Frühling 2017 in allen Schweizer Filialen eingeführt sein. Die Migros hat ab dem 1. November 2016 eine schweizweite Kostenpflicht eingeführt. Mit diesen zusätzlichen Geldern werden bei den beiden Detailhändlern jedoch keine zusätzlichen Einnahmen generiert. Bei der Migros fliessen die zusätzlichen Gewinne in externe Umweltprojekte und bei Coop in den Fonds für Nachhaltigkeit.

Ich denke, mit diesem Verbot der Abgabe von Gratis-Plastiksäckchen wurde ein Schritt in die richtige Richtung getan. Bleibt nun zu hoffen, dass sich die Konsumenten den umweltschädlichen Folgen bewusst sind bzw. werden und – ob kostenpflichtig oder nicht – auf das Plastiksäckchen verzichten.

Quellen:

http://naturschutz.ch/meinung/oekologischer-nutzen-durch-plastiksaeckli-verbot/97888

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/plastiksackverbot-scheitert/story/20564214

http://www.aargauerzeitung.ch/wirtschaft/5-rappen-fuer-den-plastiksack-bei-migros-und-coop-hat-dies-folgen-130686516

http://www.limmattalerzeitung.ch/limmattal/region-limmattal/das-tun-limmattaler-ladenbesitzer-um-plastiksaecke-zu-vermeiden-131089717

 
 
 
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